06.03.2026, 15:10
Vorbereitungen
Moment… Mammon hatte hier nicht von einem Handschlag gesprochen, sondern davon, dass sein Wort eigentlich ausreichte. Handschlag… pf… das würde ja bedeuten, dass der Gegenüber in den Genuss kam den Teufelssohn anzufassen. Nein, eigentlich reichte sein Wort, zumindest war es in der Hölle so, aber hier in der Menschenwelt reichte dies nicht aus. Tse, daran würde sich Mammon wohl nicht so schnell gewöhnen. Aber gut, dann sollte sie eben kontrollieren, ob alles so richtig war. Sollte sie doch sehen, dass er alles so vorbereitet hatte, wie abgesprochen und auch selbst dran gedacht hatte, dass man wunderbar auch Wetten abschließen konnte. Okay, er allein war es natürlich nicht gewesen. Kisai hatte dabei eine große Rolle gespielt. Mammon konnte sich eben auf seine rechte Hand verlassen.
Sie war nicht jeden Tag von guten Leuten umgeben, wie er? Mammon hob kurz seine Augenbrauen, ehe sich diese wieder senkten und er eine Handbewegung machte, als würde er etwas wegwischen. “Dann entsorgen Sie eben die Nichtsnutze. In der Hölle hat man solche Leute entweder gefoltert oder sie getötet und gegebenenfalls die Köpfe aufgespießt, damit alle sahen, was passieren könnte, wenn sie nicht das machten, was man von ihnen will.” Ja, bei Mammon klang das nach einer normalen Sache. Das war es für ihn durchaus. Hier in der Menschenwelt ging das leider nicht immer unbedingt so, das hatte der Teufelssohn schon kapiert gehabt.
Schließlich ging es dann um diesen bestimmten Kämpfer. Mammon hatte ja jetzt schon gefühlt wieder dessen Namen vergessen. Es war irgendetwas mit Bloody. An eine Bloody Mary konnte er sich gut erinnern, weil das ja auch was zu trinken war, aber der Rest? Als er den Ausdruck von der Sekretärin sah, schien es fast so als müsse man diesen Kerl kennen. Moment… hatte sie es tatsächlich gewagt IHN zu beleidigen und ihn als dumm zu betiteln? Für einen Moment sah man, wie sich sein Körper anspannte und sein Gesichtsausdruck finsterer wurde. Seine Hände ballten sich zu Fäusten. Oh, er war alles andere als begeistert, wie sie gerade mit ihm sprach. Sollte er sie vielleicht… Nein, das wäre nicht von Vorteil ihr hier nochmal klar zu machen, wen sie da vor sich hatte und das es mehr als unklug war, so mit ihm zu sprechen. So würde ein vernünftiger Teufelssohn vielleicht denken, aber Mammon war niemand, der als vernünftig galt und eine kleine Strafe musste durchaus sein. So konnte er nicht anders als seine Hand auf ihren Handrücken zu legen. Sofort würde sie ein unangenehmes Gefühl verspüren. Jedoch war es nur so stark, dass man ihr von außen nicht unbedingt etwas anmerken würde. Die Anderen brauchten das auch nicht erfahren. Das hier sollte gerade nur etwas für sie allein sein. Auch sein Gesicht kam näher zu ihrem und sein Tonfall war teuflisch düster. “Sie haben Glück, dass Sie etwas gut bei mir haben, ansonsten würde ich Ihnen wirklich wehtun. Reden Sie nie wieder so mit mir.” Das war keine Bitte, sondern eine Forderung. So schnell, wie seine Hand auf ihrem Handrücken lag, so schnell war diese auch schon wieder verschwunden und auch sein Gesichtsausdruck hatte sich wieder normalisiert und erneut winkte er ab. “Nein, da klingelt überhaupt nichts bei mir. Das war sicher bevor ich hier auf der Erde gelandet bin. Was interessiert mich auch schon so ein niederes untotes Wesen.” Gab er ehrlich zu. Was jedoch Jägerinnen waren, das wusste er. Damals hatte ihn seine Schwester aufgeklärt gehabt und diese dunkle Jägerin… wie war nochmal ihr Name? … hatte ja für eine kurze Zeit für ihn gearbeitet, ehe vermutlich sie es so mit der Angst bekommen hatte, dass sie das Weite gesucht hatte. Naja, Schwamm drüber. So toll war diese Jägerin auch wieder nicht gewesen.
Tja und wie es schien, sollte dann auch noch dieser Bloody bei den Kämpfen gewinnen. Eine Augenbraue ging kurz nach oben. “Wieso soll gerade dieser Vampir gewinnen? Was hat Wolfram & Hart davon?” Nein, das verstand er absolut nicht. War dieser Vampir wirklich etwas so besonderes? Zumindest hatte dessen Name es nie bis zu ihm geschafft und wenn doch, dann war er für ihn bisher einfach nicht interessant genug gewesen.
Dass seine Schwester diesen Vampir kannte, davon ahnte Mammon nichts. Was interessierte ihn das auch? Genauso wenig hatte er eine Ahnung, wo sich Lilith befand. Ihr schien es gut zu gehen und das reichte doch wohl als Aussage aus, oder? “Wollen Sie noch irgendetwas sehen?” Fragte Mammon dann schließlich nach. Es gab durchaus Wichtigeres zu tun, wie… naja nen Drink nehmen, an seinem Piano spielen oder seinen heißen Tänzerinnen beim Aufwärmen zuzusehen.

