18.12.2025, 20:18
Ein Club, ein Lied, ein Teufelsohn
„Ich gehe noch weiter. Erst schick essen gehen und danach noch guten Sex haben, ist noch besser“, erwiderte Fred. Allerdings glaubte sie irgendwie nicht, dass Mammon jemals schick mit ihr essen gehen würde. Das hätte für ihn dann sicher zu viel von einem Date und Mammon kam ihr nicht vor wie jemand, der großartig auf Dates ging. Fred konnte nicht sagen warum, aber irgendwie enttäuschte sie dieser Gedanke. Dabei wollte sie doch gar nicht auf ein Date mit Mammon gehen! Das zwischen ihnen war eine körperliche Sache. Sie hatte keine Gefühle für ihn. Warum sollte sie dann auf ein Date mit ihm gehen wollen? Himmel! Irgendetwas lief in ihrem Kopf nicht ganz rund, wenn sie über solche Dinge nachdachte! Vielleicht sollte sie sich einen Therapeuten suchen.
„Ich belüge mich nicht selbst“, antwortete Fred schon fast ein wenig zickig. Was sie so sehr nervte? Die Tatsache, dass Mammon sie gerade durchschaute und es ihr unter die Nase rieb.
„Wir können ja mal sehen was du von der Idee hältst, wenn du im Kleid auf der Arbeit antanzen musst!“
Moment. Er hatte die Angestellten durch die Mangel genommen? Meinte Mammon das sexuell? Warum störte es Fred auf einen Schlag so sehr, dass Mammon mit all diesen Leuten geschlafen haben könnte? Sie hatten doch nie gesagt, dass so etwas nicht erlaubt war! Was da zwischen ihnen ablief war ja noch nicht mal im Ansatz eine Beziehung. Warum sollte es also dann nicht erlaubt sein mit anderen Leuten zu schlafen? Egal wie sehr Fred sich das alles in Erinnerung rief, in ihr regte sich trotzdem etwas. Irgendeine negative Emotion. Es fühlte sich was wie Eifersucht an. Aber das konnte doch gar nicht sein. Wieso sollte sie auf irgendjemanden eifersüchtig sein? Das konnte also nicht sein. Vielleicht interpretierte sie da irgendetwas falsch. Vielleicht wurde sie nur langsam müde und war deswegen etwas schlechter drauf.
„Das ist...gut zu wissen“, kommentierte Fred Mammons Aussage vielleicht ein wenig zu verzögert. Sonderlich begeistert klang sie dabei auch nicht. Irgendwie hatte sie das gerade nicht so unter Kontrolle. Ihren Blick hatte sie ebenfalls nicht ganz im Griff. „Und mit Frauen hab ich es nicht so“, hielt Fred noch fest.
„Also, wenn die tanzen gefällt, warum tanzt du denn nicht mit mir?“, hakte Fred nach. Ihr würde es auf jeden Fall mehr Spaß machen mit Mammon zu tanzen als alleine. Ja, notfalls würde sie auch alleine tanzen gehen, aber mit ihm stellte sie es sich schöner vor. Fand er den Gedanken denn nicht erregend sich mit ihr zur Musik zu bewegen? Er hatte ihr doch zuvor Komplimente gemacht, warum wollte er dann nicht die Chance nutzen vor den Augen aller eine Art Vorspiel mit ihr zu betreiben?
Na ja, wenigstens war er empfänglich für ihre Bedingungen. Das war vermutlich besser als gar nichts. Es war auch definitiv besser als nichts, dass er ihr jetzt wieder näher kam und mit dieser sexy Stimme mit ihr sprach. Fred lauschte so aufmerksam, wie es ihr möglich war, seinen Worten. Ihr etwas abgelenktes Hirn hatte nicht das Gefühl, dass er ihre Forderungen irgendwie verdrehte oder sie sonst wie versuchte übers Ohr zu hauen, weswegen sie nickte und Mammons Hand ergriff. Sie drückte sie fest und wollte seine Hand aus irgendeinen Grund gar nicht mehr los lassen.

