16.12.2025, 22:25
Ein Club, ein Lied, ein Teufelsohn
“Wieso auch? Sex ist eben das Schönste auf der Welt oder siehst du das anders?.” Meinte Mammon. Tja und der Sex mit ihr war… himmlisch könnte man meinen, aber da Mammon eher nur Negatives mit dem Himmel verband, war es angebrachter höllisch zu sagen. War es das Schönste auf der Welt? Natürlich gab es da noch andere wundervolle Dinge. Gute Drinks, schöne Frauen und Männer, Gefallen erfüllen, damit diese dann in seiner Schuld standen und so viel mehr. Doch Sex mit ihr war wirklich bisher das Schönste gewesen. Es war anderer Sex gewesen. Das, was er fühlte, hatte zuvor sonst nie gefühlt gehabt und es war für ihn schwer dieses Gefühl einzuordnen. War es Freude? Nein, es war irgendwie mehr. Aber gut. Hier war gerade nicht der richtige Ort darüber nachzudenken und erst Recht nicht, wenn sie hier war.
“Bist du dir da sicher?” Fragte er mit einem noch breiteren Grinsen. Nur zu gern wollte Mammon ihr das Gegenteil beweisen. Er war sich ziemlich sicher, dass wenn er sie an ganz bestimmten Stellen berühren würde, würde sie einknicken. Oh, wie gern würde er sie jetzt packen und mit in sein Penthouse nehmen. Doch Mammon riss sich zusammen. Sie beide hatten sich Freiraum gegeben. Er würde nichts gegen ihren Willen tun. Tja und bisher sah es so aus, als wenn sie nicht wollte, dass sie beide allein waren.
“Komisch, dafür dass du nicht der Kleidertyp bist, steht es dir ausgezeichnet.” Musste der Teufelssohn zugeben. “Da du ja noch immer für mich arbeitest, vielleicht sollte ich das als Arbeitskleidung verlangen.” Uh, das war eine ausgezeichnete Idee, die er da gerade gehabt hatte. Würde Fred diese Idee auch so ausgezeichnet finden?
Da, sie hatte es gesagt. Sie wollte Abstand haben. War das zwischen ihnen… vorbei? Hatte er es dummerweise geschafft es zu vermasseln? Das hatte er nicht gewollt. Ja, er wollte auch den Abstand um sich selbst zu beweisen, dass er keine Gefühle für sie entwickelt hatte. Doch dass sie immer noch Abstand wollte… was hatte das zu bedeuten? “Ich bin halt anziehen und mein Club deswegen ebenso. Du hast eben einen ausgezeichneten Geschmack, was Männer, also mich, betrifft und was die Clubs, also meinen, betrifft.” Das klang jetzt eingebildet, aber hallo? Er war Mammon und Fred wusste das.
Und da war es schon wieder. Sie wollte Abstand und zur Not hieß das für sie auch mit anderen sich unterhalten konnte. Mammon presste die Zähne aufeinander. Es gefiel ihm nicht, aber er riss sich zusammen. “Wenn das dein Wunsch ist… hier soll jeder seinen Begierden nachgehen.” Sprach Mammon. Was sein Begier war? Sie! Sein Wunsch war es ihr nahe zu sein und nicht mit ansehen zu müssen, wie sie sich mit anderen unterhielt. Doch ging Fred? Nein, sie blieb auf ihrem Barhocker sitzen und vergrößerte nicht den Abstand zwischen ihnen. Meinte sie ihre Worte nicht so, wie sie gesagt hatte?
Mammon hob eine Augenbraue auf ihre nächste Worte. “Das hält dich davon ab mit mir allein Zeit zu verbringen? Ein Drink und der Drang nach Tanzen?" Fasste der Teufelssohn es knapp zusammen. “Was ist, wenn ich dir verrate, dass oben in meinem Penthouse es noch viel mehr Drinks gibt und ich dir alles am Piano vorspielen würde, was du willst?” Konnte er sie damit locken? “Aber wenn du unbedingt hier unten deinen einen Gratisdrink genießen willst und zwischen all diesen verschwitzten Körpern tanzen möchtest, dann werde ich dich nicht davon abhalten.” Meinte Mammon. Na, für was würde sie sich entscheiden?

