![]() |
|
Once upon a dream - Druckversion +- Neue-Arbeitskopie (https://neue-arbeitskopie.slayertime.de) +-- Forum: Los Angeles (https://neue-arbeitskopie.slayertime.de/forumdisplay.php?fid=103) +--- Forum: Los Angeles (https://neue-arbeitskopie.slayertime.de/forumdisplay.php?fid=104) +---- Forum: Bars, Clubs & Restaurants (https://neue-arbeitskopie.slayertime.de/forumdisplay.php?fid=105) +----- Forum: Valen & Vice (https://neue-arbeitskopie.slayertime.de/forumdisplay.php?fid=202) +----- Thema: Once upon a dream (/showthread.php?tid=2195) |
Once upon a dream - Medea Young - 22.12.2025 Once upon a dream Medea&Lilith+NPC Engelsfrau && Valen&Vice/Traumdimension && 03.03.2005, abendsDie Engelsfrau lebte nicht in der Stadt und war auch nicht über ein Telefon zu erreichen, aber Medea hatte auch andere Kommunikationswege. So stand die Engelsfrau am frühen Abend bei Medea in der Wohnung und hörte sich die Bitte der Gorgo an. Die Engelsfrau zögerte nicht lange und sagte schließlich zu, jedoch forderte sie Absolute Verschwiegenheit von Medea was ihre Identität anging und das ihr Name aus den Akten gelöscht wurde. Etwas, das Medea sofort zusicherte, wodurch die beiden Damen sich ins Valen&vice begaben. Die Engelsfrau hatte sich komplett verhüllt, sodass niemand sie erkennen würde und sie wirklich anonym bleiben konnte. Im Valen entdeckte Medea sofort Kisai und Mammon, wobei Kisai sofort auf sie zukam. Kurz musterte der Dämon die verhüllte Gestalt bevor er nickte und sie zum Aufzug brachte. Medea genoss, dass Kisai keine weiteren Fragen stellte und damit wertvolle Zeit vergeudete und auch wenn sie es nicht zugeben würde, sie war froh, dass Mammon im Valen blieb und nicht mit nach oben fuhr. Kisai führte sie ins Gästezimmer, wo Lilith im Bett lag. „Guten Abend Miss Lilith“ begrüßte sie die Teufelstochter. „Ich habe jemanden mitgebracht, der dir helfen wird. Allerdings sollen wir dazu in eine Traumdimension gehen, ist das dir recht?“ Medea wechselte immer wieder zwischen formal und persönlicher Ansprache, weil sie selbst nicht wusste, was nun angemessen war. Während der Wach-Op hatte sie angefangen die Teufelstochter zu duzen, aber eigentlich gehörte sich das nicht und ein bisschen fühlte es sich fremd an, weswegen sie sich dazu nicht einfach durchringen konnte. Aber ganz formell bleiben nach dieser Erfahrung konnte Medea dann auch nicht. RE: Once upon a dream - Lilith - 22.12.2025 "Medea", grüßte sie direkt zurück, nachdem diese ihr Zimmer betreten hatte. In Begleitung - tatsächlich hatte die Dämonin gehalten, was sie angekündigt hatte und in weniger als zwei Tagen, seit sie ihr blutüberstömt mehr oder weniger fast vor die Füße gefallen war, tatsächlich einen Engel aufgetrieben, der sich wohl bereit erklärt hatte, sie zu heilen. Die Tochter des Teufels. Der Inbegriff dessen, was sie im Himmel zu verachten angehalten waren - ihr Ableben wäre Gott wahrscheinlich sehr zugute gekommen. Mit Mammon auf der Erde wäre Luzifer so all seiner Erben beraubt. Ob ihm das selbst so bewusst war? Oder war ihm, in seinem Anflug von Größenwahn, nur das Temperament durchgegangen? Lilith hatte selbstverständlich gewusst, dass sie kommen würden, weil Medea sie angekündigt hatte. Sie war nicht nur die kompetenteste Angestellte, die Wolfram & Hart jemals gesehen hatte, sie besaß auch noch mehr Anstand als die meisten anderen Wesen auf diesem Planeten. Daran, dass sie noch immer nicht wirklich auf den Beinen war, war für Lilith verdammt unschön; allerdings lag sie nicht im Bett, wenn sie Besuch empfing, sie saß. Die Decke locker über ihre Hüfte gelegt, den Rücken an das Kopfteil angelehnt... aber aufrecht. Mit Würde. Außerdem hatte Kisai tatsächlich ihre Kleider aus dem Penthouse geholt, das sie Downtown als Arbeitswohnung unterhielt, sodass sie ihre eigenen Sachen zurückhatte. Allein das gab Lilith ein enorm großes Stück ihres Selbst zurück. Dass sie Besucher in ihrem Schlafzimmer empfangen musste, weil sie zu allem anderen gesundheitlich in der Lage war, daran konnte sie nicht viel ändern. Aber sie konnte das dennoch mit Stil tun. Lilith nickte Kisai kurz zu, der ebenfalls den Raum betreten hatte, sich aber im Hintergrund zurückhielt. Ihr war klar, dass er auf Bitten von Mammon hier war. Und tatsächlich hielt auch sie es für keine schlechte Idee - konnten sie ausschließen, dass es sich nicht um einen Anschlag handelte, eine Falle? Medea war derart hilfsbereit gewesen und in den letzten Tagen so unverzichtbar, dass Lilith grundsätzlich bereit war, ihr zu vertrauen. Sie ging nicht davon aus, dass die Dämonin geredet oder das Wissen über ihren Zustand weiterverkauft hatte. Aber mit Sicherheit sagen, dass es sonst irgendwie durchgesickert war? Zu ihren Verwandten? Genau konnte sie das nicht. Kisais Anwesenheit war gerechtfertigt und beruhigend. "Guten Abend", entgegnete sie schließlich noch, eher in die Runde - dass der Engel mit ihr selbst nicht sprechen würde, war Lilith schon vor seinem Auftauchen klar gewesen. Sie kannten sich untereinander, alle. Sobald er ein Wort sagen würde, würde sie erkennen, wer es war, und das würde er niemals riskieren. Nicht, wenn er an seinen Platz in den Himmel zurückkehren wollte. Wie erwartet übernahm Medea die Kommunikation. Das war in Ordnung. „Ich habe jemanden mitgebracht, der dir helfen wird. Allerdings sollen wir dazu in eine Traumdimension gehen, ist das dir recht?“ "Natürlich", antwortete sie, beide adressierend. Auch damit hatte Lilith schon gerechnet - sie nutzte die Traumebene selbst häufig und gern, um ungestörte Gespräche führen zu können. Sie hätte sich an umgekehrter Stelle ähnlich abgesichert. "Ich weiß deine Hilfe zu schätzen", richtete sie nun doch direkte Worte an die verhüllte Gestalt. Es schien ihr nur angemessen, zumindest so viel zurückzugeben. "Deine Identität bleibt dein Geheimnis. Aber ich möchte dich bitten, deine Waffe abzulegen. Kisai wird sie verwahren und dir unbeschadet zurückgeben, darauf schwöre ich." Selbstverständlich könnte man argumentieren, dass sie einem Angriff mit einer Engelsklinge auch jetzt schon schutzlos ausgeliefert war, aber... hier war Kisai noch anwesend. Sobald sie die Traumebene betraten, konnte er nicht mehr eingreifen. Lieber sicherte Lilith sich ab. Sie hob ihre Hände in einer Geste, die deutlich machte, dass sie ebenfalls keine Waffe trug. Und anders als ihr Gegenüber war sie auch nicht in Roben gehüllt, die eine verstecken konnten. So würden sie die Ebene auf neutralem Grund betreten können. Sie sah den Engel einen Moment zögern, aber schließlich zog er sein Schwert und überreichte es an Kisai. Lilith ließ ihre Hände erleichtert sinken. An dieser Stelle hätte die Sache noch schiefgehen können - sie war eindeutig in der unterlegenen Position und die Bittstellerin, es war ihr sehr bewusst, dass sie nicht in der Lage war, Forderungen zu stellen. Daher der Versuch einer offenen Bitte, die anerkannte, dass sie nichts weiter suchte als Selbstschutz. Offenbar hatte es gewirkt. Dann wandte sie sich noch einmal an die dritte Person im Bunde. "Medea, wärst du bereit, mit uns auf die Traumebene zu kommen, falls irgendeine Form der Kommunikation vonnöten ist?" RE: Once upon a dream - Medea Young - 22.12.2025 Es hatte etwas gedauert die Engelsfrau aufzutreiben, allerdings war Medea froh, es geschafft zu haben und nun in Lilith' Zimmer zu stehen, während diese auf dem Bett saß. Wenn man sie so sah, würde man nicht glauben, dass sie vor einigen Stunden noch beinahe verblutet war. So elegant sie auf dem Bett saß in einem seidenen Negligee, was einfach perfekt war für die Teufelstochter. Es floss über ihren Körper, so anmutig, dass Medea einen Moment vergaß, wieso sie im Raum war, bis Lilith sie dann ebenfalls begrüßte und Medea ihre Augen wieder von diesem verdammt heißen Anblick lösen konnte. Lilith war sofort eine Diplomatin wie sie im Buche stand und ganz im Gegensatz zu ihrem Bruder, denn sie sprach höflich und freundlich, während sie ihren Wunsch nach Sicherheit preisgab. Die Engelsfrau schien einen Moment zu zögern, bis auch Lilith zeigte, dass sie keinerlei Waffen bei sich trug und in dem Outfit war es unmöglich welche zu verstecken. Die Engelsfrau übergab Kisai tatsächlich ihr Schwert, dieser nahm es ehrfürchtig entgegen und behielt es so in der Hand, dass es wirklich nach präsentieren aussah und nicht nach ein Schwert führen, er wollte ganz gewiss nicht der Grund sein, dass diese Heilung schief ging. Medea fragte sich, ob das die einzige Waffe der Engelsfrau war, doch es schien so, denn die andere zögerte nicht einmal. Als sie wieder angesprochen wurde, sah Medea Lilith an und nickte. „Natürlich“ Für Medea war es überhaupt keine Frage, dass sie mitkommen würde, wie auch immer es von statten gehen würde, denn davon hatte Medea tatsächlich keine Ahnung, generell hatte sie gemerkt, dass sie ihr Wissen über Engel wohl etwas erweitern musste, schließlich hatte sie das mit der Heilung nicht einmal gewusst und das war ihr mittlerweile fast schon peinlich. Die Engelsfrau nickte dabei zu Medea und nochmal zu Lilith, als frage ob sie soweit waren. Bevor alles um sie herum sich veränderte und Medea sich schließlich mit Lilith und der Engelsfrau in ihrem Jugendzimmer wiederfand, die Gedanken in diesem Zimmer waren belastend, doch Medea versuchte sich davon nicht ablenken zu lassen, auch wenn sie nicht verstand, warum sie überhaupt hier gelandet waren. Medea sah sich im Raum um und es war gruselig, wie all die Dinge darin dort waren, so als wäre sie erst gestern hier eingesperrt gewesen, hoffentlich würde dieser Traum nicht lange gehen, denn vor diesen Bildern und dem was dann alles passierte, hatte Medea tatsächlich Angst. Sie konnte kaum daran denken, was alles noch passieren würde in diesem Raum, als sie plötzlich die Hand der Engelsfrau kurz auf ihrer Schulter spürte. Eine Welle von Ruhe durchströmte den Körper der Gorgo, bevor sie sich tatsächlich auf die Szenerie mit Lilith konzentrieren konnte und sich an die Seite der Teufelstochter gesellte, sollte diese unauffällig eine Stütze gebrauchen können. RE: Once upon a dream - Lilith - 23.12.2025 Hatte Lilith dennoch Gründe, misstrauisch zu sein, auch nachdem der Engel seine Klinge an Kisai übergeben hatte? Sicherlich. Reichlich. Aber ihr war sehr bewusst, dass sie nicht noch mehr verlangen konnte - die Roben abzulegen, war aus offensichtlichen Gründen keine Option. Jeder Engel trug nur eine Engelsklinge, und obwohl ihr aktuell auch reguläre Waffen gefährlich werden konnten, musste sie an dieser Stelle wohl oder übel auch das Risiko eingehen, das mit dieser Sache einherging. Es gab nunmal keine andere Möglichkeit, sie brauchte die heilenden Kräfte eines Engels. Mammon wäre wahrscheinlich noch derjenige gewesen, der sie im Zweifelsfall am besten hätte schützen können - der überhaupt eine Chance hatte, gegen einen anderen Engel zu bestehen. Aber mit ihm im Raum wäre das Gespräch definitiv alles andere als diplomatisch abgelaufen, das wusste Lilith genauso gut wie die anderen beiden. Eventuell wusste er es auch selbst, und das war der Grund, warum er Kisai geschickt hatte. Medea willigte ein, sie zu begleiten, auch diesmal ohne zu zögern. Dafür, dass ihre eigenen Kräfte gegenüber Engeln wirkungslos waren, war sie erstaunlich furchtlos. Schon seit Beginn dieser ganzen Geschichte hatte sie kein einziges Mal gezögert oder an ihrem Vorhaben gezweifelt - eine Willensstärke, die für eine Dämonin bemerkenswert war. Das zu würdigen hatte an dieser Stelle allerdings weder Zeit noch den nötigen Raum. Er würde noch kommen, sobald sie geheilt war, dessen war Lilith sich sicher. Sie gab schließlich ihre stille Zustimmung dazu, dass der Engel die Traumebene erzeugte - und wurde direkt überrascht. Normalerweise begann sie in einem schwarzen, inhaltsleeren Raum. Das war der Vorteil: ein Vakuum, das durch nichts von außen beeinflusst wurde. Vielen irdischen Wesen war die Abwesenheit von allem jedoch unangenehm, und ihr Unterbewusstsein füllte sie schnell mit einer entsprechenden Umgebung, um die Szenerie für ihr Bewusstsein erträglich zu machen. So schnell wie diesmal hatte sie sich aber noch nie verändert, zumindest nicht in Liliths Erfahrung. Dieser Raum musste sich einem Unterbewusstsein nahezu aufgedrängt haben, um so schnell die Ebene zu gestalten - eine verdrängte Erinnerung? Ein Trauma? Da weder sie noch der andere Engel mit diesem Vorgang unerfahren waren, und Engel typischerweise sehr komfortabel mit der Abwesenheit von physischen Ebenen waren - einige Bereiche der Hölle waren ähnlich schwarz und leer, und auch wenn sie selbst nie im Himmel gewesen war, konnte Lilith sich nicht vorstellen, dass alle Ebenen dort beständig waren und sich aus rosa Wolken zusammensetzten - musste die Umgebung von Medea kommen. Und passend zu diesem Gedanken spürte sie, wie sich die Aura der Dämonin veränderte. Sie hatte Angst. Noch bevor Lilith jedoch dazu kam, überhaupt irgendwas zu sagen, hatte der andere anwesende Engel schon eingegriffen - ihre Aura ebnete sich wieder aus. Gefühlsregulierung. Das hätte er nicht tun müssen, konnte ihm der Zustand einer zufällig anwesenden Dämonin nicht egal sein? War es scheinbar nicht, auch wenn Lilith sich noch nicht so ganz im Klaren darüber war, in welche Richtung sie das einordnen sollte. "Du kannst es beeinflussen", erklärte sie schließlich in Richtung Medeas. Das würde der Engel offensichtlich nonverbal nicht können. "Es ist wie luzides Träumen. Wenn du es nicht gewohnt bist, füllt dein Unterbewusstsein den Raum wahrscheinlich mit Bildern. Aber du musst es nicht hinnehmen, es liegt in deiner Hand." Normalerweise war das alles an Erklärung, das sie dazu abgab. Normalerweise machte es Lilith Spaß, sich noch lustig zu machen über all die Szenerien, die die Erdlinge so verdrängten und die die Traumebene dann zum Vorschein brachte. All das, worüber sie nicht sprechen wollten... ihre dunkelsten Geheimnisse. Wenn sie nicht fähig waren, sie selbst zu verbergen, dann war das ihr Problem. Aber Medea... sie hatte so viel für sie getan, die letzten Tage. Ohne dass Damon sie beauftragt hatte. Lilith verzog kurz das Gesicht, als ihr bewusst wurde, dass sie da schon wieder irgendein Gefühl hatte. Sie musste dringend Mammon fragen, wie man die regelte. Sie hob kurz die Hand in einer flüssigen Bewegung und die Szene veränderte sich. Plötzlich saßen sie in einer der diskreten, sekludierten Sitzgruppen im VIP-Bereich des Valen. Natürlich hätte sie sie auch zurück in ihr Schlafzimmer schicken können, aber... man musste dort ja keine Gäste empfangen, wenn nicht unbedingt nötig. Und der Vorteil an der Traumebene war, dass sie alles sein konnte. Einen kleinen Augenblick war Lilith verleitet gewesen, sich ihre Flügel zurückzuholen... einfach nur um sie für ein paar Minuten spüren zu können. Nicht, dass sie sie sonst auf der Erde ständig sichtbar getragen hätte, aber jetzt, wo sie weg waren... der Verlust wog immer noch schwer. Aber strategisch gesehen wäre das kein guter Schachzug; sie musste dem anwesenden Engel ja nicht noch provokant unter die Nase reiben, was genau er im Inbegriff war zu tun. RE: Once upon a dream - Medea Young - 23.12.2025 Medea hatte zugestimmt mit in die Traumebene zu gehen, schon die Vorstellung allein ließ eine gewisse Neugierde in ihr aufleben, daher durfte sie das auf keinen Fall verpassen. Für sie war auch nicht mal eine Entscheidung, die sie bewusst traf, die Option nicht in die Traumwelt zu gehen gab es in ihrem Kopf gar nicht, hier gab es nur: Lilith helfen. Seit sie diese in der Lobby gesehen hatte und dieses Bild hatte sie durchaus verstört, ein bisschen, hatte Medea keine anderen Gedanken mehr. Dafür war sogar ihr Schlaf drauf gegangen und einige Zeit für ihre Verwandlung, sie hatte also auch gar nicht so viel Zeit um sich wieder in ihre Wahre Gestalt zu wandeln, aber erstmal ging es um die Heilung von Lilith und die Reise in die Traumebene. Diese Ebene war jedoch viel weniger traumhaft, als Medea es annahm, denn sie fand sich in ihrem Zimmer wieder, das Zimmer, das ihren Tot bedeutet hätte, wenn es ihre Patin nicht gegeben hätte. Ihre Gefühle waren stark negativ in diesem Raum, vielleicht half die Engelsfrau ihr deswegen sich wieder zu regulieren und Medea war sehr dankbar dafür, denn das war nichts, was sie hätte lange ertragen können. Lilith erklärte ihr schließlich, dass es wie luzides Träumen war und sie es selbst in der Hand hatte. Ein Fakt, der Medea gleich nochmal mehr entspannte, so konnte sie sich noch viel bewusster machen, dass sie hier nur in einem Traum war und im nächsten Moment, wechselte die Szene wieder und sie waren im Valen&Vice, was eindeutig komfortabler war. „Wie lange übt man um das so flüssig und einfach hinzubekommen?“ fragte Medea dann neugierig Lilith, denn es schien so als wäre diese Eben ihr nicht unbekannt, vermutlich war das wieder so ein Engelsding von dem Medea keine Ahnung hatte, aber auf jeden Fall, war es so jetzt viel angenehmer. Medea setzte sich schließlich und spürte, wie sie nichts merkte, eben wie im Traum. Es war ein besonderes Gefühl in diesem Traum und irgendwie genoss sie die Freiheit hier drinnen. Luzides Träumen war ihr nicht unbekannt, allerdings war das hier noch mal viel krasser, weil man nicht einfach aufwachte, wie es eben oft der Fall war, sondern man schien Zeit zu haben, wobei Medea nicht mal wusste, wie viel Zeit sie tatsächlich hatten und ob die Zeit in dieser Ebene anders verging als auf der Erde. RE: Once upon a dream - Lilith - 23.12.2025 Lilith spürte den Blick des anderen Engels auf sich, sobald sie die Szene verändert hatte. Sie spürte ihn, obwohl sie ihn nicht sehen konnte, durch all die Lagen Stoff, die sein Gesicht verhüllten. Er hatte offenbar auch nicht damit gerechnet, dass sie eingreifen würde – ihre Spezies war nicht dafür bekannt, zuvorkommend und hilfsbereit zu sein. Bei weitem nicht. Aber aufmerksam waren sie; nur nutzten sie in der Regel das Wissen, das sie durch eben jene Aufmerksamkeit erlangten dazu, andere Lebewesen ins Verderben zu stürzen. Natürlich hätte sie Medeas Unbehagen auch weiter auskosten können. Wenn sie noch ein klein wenig länger hier gewesen wären, hätte sie wahrscheinlich auch noch mehr Ansatzpunkte gefunden, wie sie die Szene noch schlimmer für sie hätte gestalten können… und weil sie aus ihrem Unterbewusstsein kam, hätte sie nie erfahren, wie sehr Lilith tatsächlich ihre Hand im Spiel hatte. Es wäre so einfach gewesen, ein Spiel, das sie schon tausende Male gespielt hatte, mit allen möglichen Wesen. Aber heute war ihr nicht danach. Stattdessen hatte sie sie rausgeholt. Lilith rechtfertigte ihre Handlung damit, dass sie ja auch Kisai nicht in offensichtlichem Unbehagen zurückgelassen hätte. Medea kannte sie eigentlich so gut wie gar nicht, und sie mit dem Ifrit auf eine Stufe zu stellen, der seit Jahrhunderten an Mammons Seite war… das war im besten Fall töricht. Rational gesehen war ihr das auch bewusst, aber aufgrund all der furchtbaren Emotionen, die sie neuerdings unwillkürlich beeinflussten, waren ihre Gedanken nicht so rational, wie sie eigentlich sein sollten. Lilith wich dem Blick des anderen Engels nicht aus, auch wenn sie sein Gesicht und seine Augen nicht sehen konnte. Eine Entscheidung, die sie einmal getroffen hatte, zu der stand sie. Und sie würde sich weder rechtfertigen, noch erklären oder den Kopf senken. Medea, weiterhin zu ihrer Rechten, schien sich mit dem Szenenwechsel wie erwartet besser zu fühlen. Ihre Aura war deutlich weniger unter Spannung, und sie schien sehr interessiert zu sein an den Möglichkeiten einer Traumebene. „Wie lange übt man um das so flüssig und einfach hinzubekommen?“ Diese Frage zu beantworten war nicht ganz so leicht, weil es stark abhing von der jeweiligen Natur eines Wesens und dessen Fähigkeiten, seine Impulse und unterbewussten Neigungen auszublenden. Für Engel stellte das in der Regel keinerlei Problem dar – da sie sich aber, wie gesagt, auch an inhaltsleeren Räumen nicht störten, lagen ihre Prioritäten meist nicht auf dem Ausgestalten einer Traumdimension, das waren unwichtige Nebensächlichkeiten. Was Erdlinge anging… Das komplette Distanzieren vom eigenen Unterbewusstsein war nichts, was sich leicht üben ließ, weil es wenig vergleichbare und bewusste Situationen auf der Erde gab. Es lag manchen besser als anderen, und Lilith kannte Medea bei weitem nicht gut genug, um sie in diese Richtung einschätzen zu können. Dennoch, wenn sie eins bisher über sie gelernt hatte, dann dass sie ehrgeizig und wissbegierig war. „Du bist klug, ich bin mir sicher du hättest gute Chancen“, entgegnete sie, ein mildes Schmunzeln auf den Lippen, während sie einen Blick zur Dämonin warf. Ein knappes Räuspern von der verhüllten Gestalt ihr Gegenüber erinnerte Lilith dann jedoch sehr schnell daran, dass hier und jetzt nicht der Raum war, um lustige Spielchen mit Traumgestaltung zu spielen. Sie hatte schon so lange nicht mehr mit ihrer himmlischen Verwandtschaft zu tun gehabt, dass sie fast vergessen hatte, wie wenig die für Spaß übrig hatten. Sie nickte kurz, als Zeichen, dass sie soweit war, lehnte sich zurück und legte einen ihrer Arme über die Lehne der samtbezogenen Sitzgruppe. Man mochte es ihr nicht mehr so sehr ansehen wie noch vor zwei Tagen – ein ausgiebiges Bad und der Kleiderwechsel waren hier sehr zuträglich – aber komplett unassistiert aufzustehen wäre für Lilith noch immer ein Problem. Ihre Haltung verriet davon nicht viel; wie man sie wahrnahm, spielte immerhin eine Rolle. Aber die einzige Option, wie das hier ablaufen würde, war, dass sie sitzen blieb, ihr geschientes linkes Bein auf dem Polster abgelegt, und abwartete. Dem Engel schien das auch ohne weitere Worte klar zu werden, und er näherte sich ihrem Bein, um mit einem entschlossenen Handgriff die Schiene aufzubrechen. Kurz darauf spürte sie seine Hand - ihre, musste sie jetzt korrigieren, es war definitiv die Hand einer Frau. Aber Lilith ließ sich nichts anmerken, immerhin hatte sie Anonymität versprochen. Und kurz darauf hatte sie auch keine Gedanken mehr zu verschwenden daran, sobald sich die weiße Engelsmagie durch ihre gebrochenen Knochen brannte. RE: Once upon a dream - Medea Young - 15.01.2026 Medea konnte nicht anders als diese Umgebung zu bestaunen und sich zu fragen, ob man diese nicht auch wunderbar für verschiedene Dinge nutzen könnte, gerade wenn man wusste wie sie funktionierten. Also konnte sie auch gar nicht anders als fragen, wie lange man übte, um so eine Szenerie komplett zu ändern. Die Vorstellung war wunderschön und Medea notierte sich gedanklich darüber nochmal mit Lilith ins Gespräch zu gehen, es war doch eindeutig eine gute Option so etwas zu beherrschen, gerade wenn sie nochmal mit Engeln zu tun hatte, schließlich wirkten bei diesen ihre Kräfte ja auch nicht. „Du bist klug, ich bin mir sicher du hättest gute Chancen“ Medea fühlte sich sofort geehrt als Lilith ihr gute Chancen ausrechnete und das war gleich der nächste Punkt um diese Traumebene möglichst genau zu erforschen und herauszufinden, wie genau Medea sie selbst nutzen konnte. Jedenfalls wenn sie es schaffte eine solche zu erschaffen, aber erstmal das Verändern war auf jeden Fall spannend und wenn sie gerade nicht so auf die Gesundheit von Lilith konzentriert sein müsste, würde sie es sofort versuchen. Doch dazu kam es erstmal nicht, denn es ging nun an die Heilung, die Engelsfrau begab sich zum Bein von Lilith und man spürte und sah das gleißende Licht, dass in Liliths Bein eindrang. Medea war sich jedoch nicht sicher, ob es schmerzhaft war oder eher nicht und was davon nun richtig wäre. Ihr Blick lenkte sich also auf das Gesicht von Lilith um irgendeine Reaktion aus ihr zu bekommen, ob es sich richtig anfühlte oder eher nicht, schließlich war das Bein vermutlich das kleinere Problem und es würde ja noch eine viel größere Baustelle auf sie zu kommen und das machte Medea tatsächlich etwas sorge. RE: Once upon a dream - Lilith - 18.01.2026 Selbst wenn sie gewollt hätte, Lilith hätte kein weiteres Gespräch führen können, nachdem der Engel die Heilung begonnen hatte. Sie war noch nie zuvor in einer Situation gewesen, in der sie eine Engelsheilung nötig gehabt hätte, daher war der Vorgang für sie auch grundsätzlich neu. Natürlich wusste sie um die Theorie… aber es zu erfahren, nein, es zu durchleben war eine komplett andere Sache. Kurz nachdem die Magie in ihren Körper getreten war, wurde der von einer augenblicklichen Kälte nahezu durchflutet. Weiße Magie war nichts, das ihr normalerweise zuträglich war – im Gegenteil. Sie schadete, verletzte, schreckte ab. Weiße Magie wurde von allen Wesen der Hölle gemieden, und sie jetzt derartig hochdosiert direkt in ihren Körper zu schicken… Lilith war sich bewusst gewesen, dass eine Engelsheilung kein Spaziergang im Park für sie werden würde. Aber nichts was sie sich hätte vorstellen können, wäre der Realität auch nur ansatzweise nahegekommen. Die Kälte, die sie erfasste, wurde dicht gefolgt von einem enormen Druck auf ihrer Stirn, ihrem Brustbein, an ihrem Rücken, dann dem Rest ihres Körpers. Sie konnte spüren, wie das Blut in ihren Adern abrupt stockte, so als hätte jemand die Zeit angehalten. Ihr Herz stand eine Sekunde still – und begann dann wieder zu schlagen, allerdings in einem fremden Rhythmus. Aus einem Impuls heraus suchte sie den Blick des anderen Engels… selbstverständlich vergebens, sein Gesicht war nach wie vor verhüllt. Aber sie spürte direkt, ohne es zu wissen, dass es sein (nein, ihr) Herzschlag war, den sie jetzt fühlte. Ihre Atmung wurde flach, als würde auch die kontrolliert werden. Jemand anderes übernahm die Kontrolle über ihren Körper, vollkommen und unausweichlich, und wie aus dem Nichts bekam Lilith plötzlich Angst. Ein Kontrollverlust dieser Größenordnung, mehr oder weniger eine fremde Übernahme über ihren gesamten Organismus… und dann auch noch durch ein Wesen, das theoretisch nicht uninteressiert sein dürfte daran, sie einfach zu töten. Sie hatte unterschätzt, welche Tragweite diese Sache haben würde. Ihre Hand in die Polster der Sitzgruppe gekrallt, um sich wenigstens die Illusion davon zu verschaffen, dass sie noch irgendeine Form von Halt hatte, gab Lilith sich alle Mühe, durch bewusstes Atmen dagegen (oder realistischerweise vielmehr mit der gezwungenen Atmung, wenn sie ehrlich war; ihr Widerstand war nicht mehr als ein Trugschluss ihres Gehirns) nicht sämtliche Herrschaft über ihren Körper aufzugeben. Der Kälte, die sie die ganze Zeit erfüllt hatte, folgte jetzt eine brennende Hitze, die von ihrem Bein ausgehend nach oben wanderte. Gleichzeitig zog sich ein weißes Licht – helle, reine Magie, von der sie sich eigentlich fern halten sollte, unter ihrer Haut entlang, dicht gefolgt von kurzzeitig aufflammenden Engelsrunen, die direkt wieder verblassten. Alles in ihr schrie danach, sich diesem Prozess zu entziehen, ihn zu beenden und lieber des natürlichen Todes zu sterben, der ihr dann womöglich bevorstand, als diese Tortur durchzumachen. Aber das Knacken der Knochen in ihrem Bein signalisierte immerhin – neben den Schmerzen – dass sie sich wohl wieder so ausrichteten, wie sie platziert sein sollten. RE: Once upon a dream - Medea Young - 22.01.2026 Medea konnte leider nicht viel für Lilith tun, als einfach nur da zu sein und sie konnte kaum etwas anderes tun als zu beobachten. Es war sichtbar, dass diese Heilung nicht einfach war und schmerzfrei erst recht nicht, aber warum eigentlich nicht? Medea musste noch so viel über Engel lernen, dass sie sich vornahm, Lilith noch eine Menge zu fragen, sofern diese Heilung überstanden war. Doch bis dahin würde es wohl noch eine Weile dauern, Medea sah wie Lilith sich in die Polster krallte und kam nicht umher ihre Hand auf die von Lilith zu legen, schon beim letzten Mal hatte Körperkontakt der anderen geholfen, als es hart wurde und vielleicht half es diesmal ja auch wieder. So hatte Lilith etwas, auf das sie sich konzentrieren konnte, außerhalb ihres Körpers. Denn was Medea sehen konnte, sah absolut verrückt aus, es war leuchtend in der Wunde und gleichzeitig konnte sie sehen, wie die Blutgefäße sich wieder zusammen setzten, jedenfalls solang wie sie hinsah, denn diese grelle Magie war nichts, was für die Gorgo angenehm war, weswegen sie immer nur kurz hinsah, besonders wenn sie seltsame Geräusche hörte, wie sie auch jetzt auch noch das Knacken von Knochen hörte, wahrlich kein schönes Geräusch so viel stand schon mal fest. Medea konnte trotzdem nicht anders als hinsehen, denn es war schon faszinierend, wie diese Heilung ablief und wie dennoch schmerzhaft sie für Lilith zu sein schien. Eindeutig, Engel waren besondere Wesen und Medea musste sich unbedingt ausgiebiger mit ihnen Beschäftigen. RE: Once upon a dream - Lilith - 27.01.2026 Der Übergang der weißen Magie von ihrem nun wieder vollständigen Bein hinauf in den Rest ihres Körpers war nahezu fließend. Lilith blieb keine Zeit, kurz innezuhalten, durchzuatmen oder zu reflektieren, was als nächstes kommen würde – wobei ihr Atem noch immer nicht unter ihrer eigenen Kontrolle stand, was das ‚Durchatmen‘ wohl in seiner Sinnhaftigkeit untergraben hätte. Doch inmitten all dieser Geschehnisse, des Lichtes, das in ihr hinauf kroch und der Runen, die sich weiter auf ihr ausbreiteten, spürte sie plötzlich Medeas Hand auf ihrer eigenen, die sich eben noch verkrampft in das Polster der Sitzgruppe gekrallt hatte. Sie wollte ihr helfen, schon wieder. Das wievielte Mal war das jetzt, in den letzten Tagen? Da, wo sie herkam, wo sie aufgewachsen war… Hilfsbereitschaft, Selbstlosigkeit, Unterstützung – das waren keine Dinge, die Lilith kannte. Womöglich erhoffte die Dämonin sich auch irgendeinen Vorteil davon, ihr jetzt derartig zur Seite zu stehen, vielleicht dass sie in ihrer Schuld stünde und die entsprechend zurückzahlen würde, sobald der Tag käme und sie etwas einzufordern hatte. Aber auch wenn Lilith kaum Erfahrung hatte darin, wie sich emotionale Bindungen zu anderen Lebewesen aus der ersten Reihe so anfühlten, bemerkte sogar sie, dass eine Geste wie diese, das sanfte Halten einer Hand, das Zusprechen unterstützender Worte – deutlich hinausgingen über Gefälligkeiten, für die man einen Ausgleich fordern würde. Sie bemerkte, wie sich ihre eigene Hand unter der Berührung entspannte. Einen Augenblick lang verschob sich tatsächlich ihr Fokus und die Magie, die durch ihren Körper gepresst wurde, verlor ein klein wenig ihrer allumfassenden Präsenz. Die Angst vor all dem Unbekannten, gepaart mit der Gewissheit, dass sie theoretisch ausgeliefert war und so einfach getötet werden konnte wie selten zuvor – auch sie war ein klein wenig gedimmter. Ohne genau zu realisieren, was sie tat, drehte Lilith ihre eigene Hand um und ließ ihre Finger zwischen die von Medea gleiten, sodass sie deren Hand tatsächlich halten konnte. Sie suchte ihren Blick, ohne zu wissen warum. Unterstützung. Sie machte irgendwas mit ihr. Zeit, genau einzuordnen, was das war blieb ihr allerdings nicht – weil nur Sekunden später die Magie durch ihr Abdomen schoss, die tiefen Wunden in ihrem Bauchraum, ihrer Seite, die schlimmsten Verletzungen die sie hatte. Die Heilung fühlte sich an, als wäre es gleißendes Feuer, das ihre Gefäße und Muskeln wieder miteinander verband. Lilith spürte, wie ihr Oberkörper sich aufbäumte und nach vorn krümmte, scheinbar trotz des fremden Einflusses des anderen Engels. Womöglich konnte auch er – sie – all die Energie nicht mehr unter Kontrolle halten. Die Sitzgruppe unter ihrem Arm brach plötzlich weg. Offensichtlich war ihr die Kontrolle über das Bild der Traumebene entglitten, und die Illusion wich ihrem eigentlichen Bild: schwarze Leere. Sowohl Lilith als auch der heilende Engel waren wohl zu sehr eingebunden in den Prozess, als dass sie Kraft dafür erübrigen konnten, die Ausgestaltung weiterhin zu beeinflussen. Abgesehen von der kurzen Änderung im Gleichgewicht ihres Körpers bemerkte Lilith es nicht einmal. Was sie aber deutlich bemerkte war das Zittern, das ihren Körper ergriff. „Ich… ich brauche eine Pau-se“, presste sie unter dem Druck auf ihren Brustkorb hervor. Der Engel zögerte, und sie verstand auch warum – je länger das hier dauerte, desto höher war das Risiko, dass sie entdeckt wurden. Und die Qualen würden sicherlich auch nicht geringer werden, wenn sie den Prozess erneut starten müssten. Aber dieser neue, sterbliche Körper… sie kannte ihn einfach nicht gut genug und wusste nicht, was sie ihm alles zumuten konnte. Und das letzte, was sie wollte, war ihn versehentlich mit einer Überdosis weißer Magie zu töten. RE: Once upon a dream - Medea Young - 11.02.2026 Medea fühlte sich selten hilflos in ihrem Leben, aber jetzt gerade konnte sie wirklich nur sehr wenig für Lilith tun und das störte sie. Besonders wenn man betrachtete, wie groß die Gefahr werden könnte, da ihre Kräfte bei den anwesenden Engeln nicht mal funktionieren würden. Es war wirklich schwierig das auszuhalten, gerade da sie sonst vermied in solchen Situationen zu sein. Doch hier war sie es mal wieder und das war wirklich schwierig. Für Lilith jedoch würde sie gerade durchs Feuer gehen, irgendwie hatte der Anblick in der Lobby irgendwas in Medea ausgelöst, dass sie der anderen helfen wollte und daher auch ihre Hand auf die der Teufelstochter legte. Medea wusste im ersten Moment nicht, ob es der Prinzessin der Hölle -war das eigentlich der richtige Titel?- recht war, dass sie sie berührte. Doch dann drehte diese ihre Hand und ließ ihre Finger zwischen die von Medea gleiten. Eine Welle von Freude und Überraschung floß durch die Adern der Gorgo und ein bisschen was spürte sie auch in ihrem Magen, ein leichtes Kribbeln, was die Gorgo nur zu gern genoss. Im nächsten Moment jedoch war die Sitzgruppe weg und Medea sah auf einen leeren Fleck, wo eben noch eine Sitzgruppe war. Doch bevor Medea irgendwas dahingehend tun konnte, sprach Lilith auch schon von einer Pause, was Medea überraschte. Irgendwie hatte Lilith bisher nie nach Pause gefragt und das während sie bei vollen Bewusstsein operiert wurde, aber das hier schien nochmal anders zu sein. Medea drückte die Hand von Lilith und lächelte ihr zu, es sollte aufmunternd sein und auch etwas Kraft geben. Während es nun Medea war, die versuchte das Leere der Sitzgruppe zu füllen, denn dieses schwarze Loch war ihr wirklich unangenehm. Es sah zwar notdürftig aus, aber vorerst gab es erstmal wieder eine Gruppe. Wenn auch als hätte eine 5jährige das Loch in einem Foto ausgemalt. RE: Once upon a dream - Lilith - 12.02.2026 Ihr Atem ging flach und unregelmäßig. Die Kontrolle, die der andere Engel über sie hatte, über ihren Körper, hatte nicht nachgelassen, aber der Druck der Magie war weniger geworden. Das war sie, ihre erbetene Pause. Weit entfernt von wirklicher Erholung, vielmehr ein angespanntes, kurzzeitiges Innehalten des Engels, der auch nonverbal sehr deutlich machte, dass das hier nicht von Dauer sein würde. Lilith richtete sich wieder ein klein wenig auf, versuchte sich zu sammeln. Sie spürte ihr Herz pochen bis zum Hals, schluckte, aus dem irritierenden Gefühl heraus, dass es ihr sonst entgegen kommen würde. Medea drückte ihre Hand. Dass sie sie immer noch hielt… auch diese Tatsache war ihr kurz entglitten. Sie sah sie lächeln. Trotz allem, dieser abwegigen Situation, der bizarren Lage, dem Risiko, das sie alle trugen, sollten sie tatsächlich entdeckt werden. Sie erwiderte kurz den Händedruck. Sehr viel sachter, als das normalerweise der Fall wäre, und ein Lächeln hatte sie einfach nicht in sich – dazu fehlte ihr die Energie. Besonders mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass das, was noch auf sie zukam, signifikant schlimmer werden würde als der Rest der Heilung bisher. Der andere Engel machte einen halben Schritt auf sie zu. Lilith sah die Bewegung im Augenwinkel und nickte stumm. Ja, sie wusste, dass sie nicht länger warten konnten. Und ewig in dieser Situation ausharren war immerhin auch keine Lösung. Kurz darauf spürte sie wieder die flammende Hitze der weißen Magie durch sie durchpeitschen. Ihre Beine, den Bauchraum – diesmal aber schnell, dort war nichts mehr, das es zu heilen galt. Bis hin in ihren Brustkorb. An den Ort, wo ihre tiefste Wunde saß… die, die nicht zu heilen war. Nicht so. Die Magie umschloss es, das, was sie als Loch empfand, wo eigentlich ihre Essenz sein müsste. Und wenn Lilith zuvor der Meinung gewesen war, dass die gesamte Prozedur schmerzhaft gewesen war… dann definierte sie jetzt einen neuen Rahmen von Schmerz. Es fühlte sich an, als würde sie von innen heraus verbrennen, während das Loch umschlossen, aber nicht geschlossen wurde. Die Heilung, die ein Engel an einem anderen Engel durchführte, strebte allein von Natur aus nach Vollkommenheit – das war ihr Sinn. Diese würde sie in ihrem Fall allerdings niemals erreichen können, weil Liliths körperlicher Zustand ohne ihre Gnade nicht in seinen Ursprung zurückversetzt werden konnte. Die Engelsmagie tobte aufgrund dieser Unzulänglichkeit, und Lilith war die Leidtragende. Die Ecken… die klaffenden, rauen Fetzen der inneren Wunde, die ihre Gnade hinterlassen hatte; die Zielscheibe, die ein großes, offensichtliches Loch in ihrer Aura auf ihrem Rücken hinterließ; die Ränder. Das waren die Punkte, an denen die Magie ansetzte, die sie korrigierte. Sie flickte von außen etwas zusammen, das innerlich weiterhin leer sein würde, wenn auch nicht mehr so sichtbar. Aber reine, weiße Magie an der empfindlichsten, verwundetsten Stelle ihres Körpers zu spüren, durchzog Lilith mit Schmerzen, die sie in diesem Maß noch nie empfunden hatte. Sie schrie. Sie konnte sich nicht einmal erinnern, wann sie das letzte Mal geschrien hatte – das war eines der ersten Dinge, die ihr in ihrer Ausbildung ausgetrieben wurden. Keine Tränen, keine Schreie, nicht für die Tochter des Teufels. Und doch konnte sie jetzt nicht anders. Das übrige Bild der Traumebene zerriss vollständig, als sie sich nach vorn beugte und beide Hände in ihr Brustbein krallte, als könnte sie die Quelle des Schmerzes herausreißen. Jede Faser ihres Körpers stand in Flammen, von ihren Füßen bis hin zu ihren Fingerspitzen. Ihr gesamter Brustkorb bis in ihren Rücken. Die Ansätze, wo ihre Flügel gewesen waren, schienen sich tief in ihre Haut zu brennen. Es waren vermutlich nur Minuten, aber sie fühlten sich endlos an. Und dann endete es abrupt. Zumindest für Liliths Empfinden. Sie war einiges an Schmerz gewohnt, besonders in den vergangenen Tagen, aber dieser… er vereinnahmte sie so vollkommen, dass sie kurzzeitig das Gefühl hatte, ihre Existenz sei beendet. Sie bestand nur noch aus Schmerz… bis er auf einmal abriss. Ein dumpfer Piepton blieb in ihren Ohren zurück. Ihr Atem ging schwer. Aber das Feuer war weg… und ihr Körper ungewöhnlich kalt in seiner Abwesenheit, geschüttelt von einem Zittern. Er fühlte sich seltsam an. So als hätte ihr Gleichgewichtssinn sich verändert, ihre Gliedmaßen plötzlich schwerer als zuvor. Alles an ihr, ihr Körper, ihr Wesen, schien mehr am Boden zu haften. War das… Sterblichkeit? RE: Once upon a dream - Medea Young - 18.02.2026 Das letzte Mal als Medea sich hilflos und machtlos gefühlt hatte, war in ihrem eigenen Zimmer gewesen und war glücklicherweise nur noch eine verblassende Erinnerung. Doch das hier, das war aktuell und real, auch wenn sie in einer Traumebene waren, es war absolut schrecklich nichts tun zu können. Daher tat sie das einzige, was ihr übrig blieb, sie versuchte es Lilith leichter zu machen und hielt die Hand der anderen, die sie in regelmäßigen Abständen drückte, ein weiterer Punkt an den Lilith sich festhalten konnte, wenn die Schmerzen unerträglich wurden. Es wurde kurz etwas ruhiger als Lilith um die Pause bat, doch diese schien nicht lang zu halten, denn es war für Medea ersichtlich, dass die Pause vorbei war. Es war Lilith sofort anzusehen und als sie sogar schrie, war Medea mehr als überrascht. Was für Schmerzen mussten das sein? Schließlich hatte sie bei der Op nicht geschrien und das ohne Betäubung, eine Tatsache die Medea bewunderte und jetzt schrie sie? Medea bekam es mit der Angst zu tun, dennoch blieb sie ruhig an Lilith' Seite und drückte weiterhin konsequent die Hand, damit Lilith sich auf irgendwas anderes als den Schmerz konzentrieren konnte. Doch all das half nichts, als die Traumebene zerriss und Medea sich in einem leeren Raum wiederfand, der recht schnell wieder das schreckliche Zimmer Medeas wurde. Doch dieses Mal kämpfte Medea aktiv gegen das Bild, sie ersetzte es mit einem Bild von ihrem Büro, ein Ort der ihr sehr vertraut war und an dem sie sich wirklich sicher fühlte. Es war auf jeden Fall einfacher herzustellen als das vom Valen, dort war sie bisher ja auch kaum gewesen. Ihr Büro hingegen, kannte sie auswendig, schließlich hatte sie schon etliche Stunden verbracht. Medea sah zu Lilith und streichelte ihr sanft über die Hand. „Ist alles okay, Lilith?“ fragte sie dann vorsichtig nach, sie konnte schließlich nicht wissen was in der anderen vorging und es schien was besonderes zu sein, denn selbst Medea hatte das Gefühl etwas zu spüren, wobei sie sich jedoch auch irren könnte. RE: Once upon a dream - Lilith - 06.03.2026 Sie spürte die Magie immer noch in ihrem Körper. Vom Haaransatz zu den Zehenspitzen durchzuckte sie ihre Muskeln noch wie ein Widerhall dessen, was sie gerade mit Energie zusammengefügt hatte. Natürlich war Lilith auch an sich ein magisches Wesen, sie war Jahrhunderte älter, als sie aussah und die meisten ihrer Fähigkeiten überstiegen die menschliche Vorstellungskraft bei Weitem. Aber… das in ihr war weiße Magie. Weiße Magie hatte in ihrem Körper nichts zu suchen, ihr Erbe, ihre Natur, war dunkel. Schon immer gewesen. Die weiße Magie ihrer himmlischen Verwandtschaft schadete ihr im Normalfall eher, als dass sie ihr nutzte. Ihr Körper kämpfte noch mit den Nachwirkungen dieser Überdosis. Das Zittern, wurde ihr jetzt klar, war nicht dem Abklingen der Hitze geschuldet, sondern vermutlich eher direkte Konsequenz der Magie… und dementsprechend würde es vermutlich noch eine Weile lang anhalten. Dann nahm sie auf einmal eine Stimme wahr – Medeas, sie musste es sein, noch immer in der Nähe, offensichtlich, und doch klangen ihre Worte für Lilith dumpf und leise, so als wäre ihr Kopf unter Wasser. Alles schien ein wenig verzögert zu sein. Medea berührte ihre Hand. Den Halt mit ihrer musste Lilith gebrochen haben, wie sie jetzt realisierte, wahrscheinlich unbewusst, als sie unter Schmerzen beide ihrer eigenen Hände in ihr Brustbein gekrallt hatte. Dort lagen sie auch noch, und dort spürte sie jetzt das sanfte Streicheln von Medeas Hand auf ihrer. Es war ein fremder Kontrast zu den gleißenden Schmerzen, die sie bis eben noch gespürt hatte, und instinktiv zuckte Lilith zurück. Vermutlich weniger aus Scheu oder Angst vor weiteren Schmerzen, als vielmehr aus einer unbewussten Sorge, dass die weiße Magie, die ihren Körper weiterhin nachhallend durchzuckte, auch Medea eventuell schaden konnte. Womöglich war es auch die Ungewohntheit, Berührungen auf ihrem neuen Körper zu empfinden. Nicht, dass er sich anhand der Proportionen verändert hatte… aber sie fühlte sich anders. Schwerer. Gefangen auf dem Boden, auf dem sie saß. Ihr veränderter Gleichgewichtssinn ging mit deutlichem Schwindel einher, der in ihrer Stirn zu sitzen schien. Sie wusste, dass Medea sie etwas gefragt hatte, aber es gelang ihr noch nicht, die Worte irgendwie zuzuordnen und eine sinnige Antwort darauf zu finden. Zu beschäftigt war sie mit ihrem Körpergefühl… und all den sonstigen Gefühlen, die sie darüber hinaus auch noch hatte. Die Schwere. Das veränderte Gleichgewicht. Sie hatte ihre Gnade verloren, und damit auch ihre Flügel. Es war nicht so, als wäre Lilith das nicht rational bewusst gewesen, auch vor diesem Zeitpunkt. Aber jetzt spürte sie es, in jeder Faser ihres Körpers. Sie hatte etwas gewaltsam eingebüßt, das Jahrhunderte lang essenzieller Teil ihres Körpers gewesen war, und ihn nun auf fundamentale Weise verkrüppelte. Sie hatte gewusst, dass das passiert war… aber bisher hatte sie auch ihre Beine nicht adäquat nutzen können. Die waren nun geheilt, sie würde in ein paar Minuten – sobald sie den Schwindel unter Kontrolle hatte – wieder aufstehen und laufen können, genau wie zuvor. Aber fliegen… fliegen würde sie nicht mehr. Die emotionale Tragweite dieser Tatsache traf sie wie ein Schlag. Mit einer Hand griff sie auf ihren Rücken, die Haut dort größtenteils freigelegt aufgrund ihrer Kleiderwahl, und berührte den Bereich, wo zuvor noch ihre Flügel gewesen waren. Sie waren weg, stattdessen Wunden an ihrer Stelle, die Reste wie ausgeschabt, rau und uneben. Sie ließ ihre zitternden Fingerspitzen über die verwundeten Stellen gleiten, vorsichtig, aber sie schmerzten nicht. Vielmehr waren sie wie taub… womöglich lag das aber auch daran, dass sie inzwischen generell taub geworden war gegenüber subtilem Schmerz wie diesem. Sie ließ die Hand wieder sinken und saß einen kurzen Augenblick, geschockt und wie versteinert von dieser Realisierung. Der andere Engel im Raum – dessen Anwesenheit sie fast schon vergessen hatte – interpretierte ihre Reaktion eventuell als Verwirrung, oder Unsicherheit; in jedem Fall kam er (sie!) näher und berührte nun ebenfalls mit der Hand sachte ihr Brustbein. Irritiert hob Lilith den Kopf, sah aber selbstverständlich nur die Roben der vermummten Gestalt. Sie schüttelte den Kopf. Fast als eine Art Erklärung, dass das der Teil in ihr war, den Engelsmagie nicht heilen konnte. Lilith nickte. „Ich weiß.“ Ihr Stimme hörte sich seltsam an. Zu leise, heiser fast schon und so als hätte sie sie zu lange nicht genutzt. Sie senkte den Kopf wieder – es gab nichts anderes, das sie hätte tun können. Sie spürte noch einmal die Berührung einer fremden Hand, diesmal an ihrem Rücken, und instinktiv wusste sie, dass der andere Engel ihre Wunden verdeckt hatte. Flügel mussten nicht sichtbar sein, nicht auf der Erde. Und die Abwesenheit ihrer würde sie verwundbar machen. Bald würde sie das auch wieder selbst können… hoffentlich. Sobald sie ihren Körper wieder unter Kontrolle hatte. Hoffentlich. Lilith hielt den Kopf gesenkt, weil sie Tränen in ihren Augenwinkeln spürte. Sie tat ihr Bestes, um sie zurückzuzwingen, aber… es war schwer. Sie wusste nicht wie, und sie war quasi machtlos gegen die Emotionen, die sie plötzlich hatte. Tränen waren inakzeptabel. Mammon hatte sich vor kurzem noch lautstark lustig gemacht über sie. Aber wie sollte sie sie loswerden? |